Wurzle-Clique 1951


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D Räppli

S Fasnachts ABC

Räppli (Konfetti)

Nach den Darstellungen lokaler Historiker ist das Werfen von Räppli ein typischer Basler Brauch, der sich von dort aus weiter verbreitet hat. Dies ist zwar nicht eindeutig belegbar, jedoch werden in Basel während der drei schönsten Tage deutlich mehr Räppli verbraucht als beispielsweise in Mainz oder Köln.

Als Konfetti (kleines Konfekt) wurden ursprünglich Zuckerkügelchen bezeichnet, die auf den Umzügen verteilt bzw. in die Menge geworfen wurden. Dies wurde jedoch im 19. Jahrhundert verboten. Bis zu diesem Verbot war statt der Konfetti auch die Verwendung von Spreu üblich. Als Ersatz dafür griff man auf Papierschnippsel zurück. Als Zuschauer muss man stets auf der Hut sein, dass man nicht von einem Fasnächtler mit Räppli überhäuft oder gar „ausgestopft“ (grosse Mengen Konfetti werden unter die Kleidung appliziert) wird. Es ist ungeschriebene Regel, dass aktiven Fasnächtlern (in Kostüm und Larve) keine Räppli angeworfen werden. Als beliebtes Ziel gelten allerdings Zuschauer, welche keine Plakette tragen.

Auf den Routen der Cortèges bedecken die Räppli am Abend den Boden zentimeterhoch. Es ist durchaus beeindruckend, dass jeweils am nächsten Morgen die Basler Stadtreinigung das Papier soweit eingekehrt und weggefahren hat, dass man es kaum noch sieht.

In Basel werden nur einfarbige Räppli in Säcken verkauft. Dies geschieht aus hygienischen Gründen, um das Aufheben der Räppli vom Boden, auf dem sich die Farben mischen, zu verhindern. Wer also in Basel gemischtfarbige Räppli wirft, hat sie vom Boden aufgehoben.


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