Wurzle-Clique 1951


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S Gässle

S Fasnachts ABC

Gässle

Neben den mehr oder weniger organisierten Anlässen wie Morgestraich, Cortèges (Umzüge) und Guggekonzerte existiert eine freie Form der Basler Fasnacht, das sogenannte „Gässle “. Diese Tätigkeit findet theoretisch während den ganzen 72 Stunden der Basler Fasnacht statt, ist aber während dem Morgestraich und den Cortèges sowie an den drei Fasnachtsvormittagen de facto inexistent (am Morgestraich sind die Cliquen bereits eingespannt und die Guggenmusiken nicht zugelassen, am Cortège sind praktisch alle Aktiven engagiert, an den Vormittagen wird ausgeruht oder gearbeitet). Die intensivste Zeit des Gässle ist daher an den drei Fasnachtsabenden und -nächten sowie den ganzen Dienstag (am Donnerstag bis punkt 04.00 Uhr). Beim Gässle sind die Cliquenformationen weitgehend aufgelöst, Fasnächtler verschiedener Cliquen oder nicht einer Clique zugehörige Fasnächtler treffen sich zu kleinsten, kleineren bis mittelgrossen Verbänden und ziehen trommelnd und pfeifend ohne festen Routenplan durch die Gassen der Innenstadt (daher Gässle). Die Guggenmusiken bleiben üblicherweise in ihrer Formation (aufgrund der unterschiedlichen Instrumente und Repertoires lassen sich schlecht ad hoc neue Verbände bilden) und ziehen musizierend durch die grösseren Strassen der Innerstadt. Ebenso bleiben die Stammcliquen während des Montag- und Mittwochabends in ihrer Formation. Zwar stimmen die Instrumente der Cliquen überein, jedoch gibt es im Repertoire, sowie auch in den einzelnen Märschen Unterschiede. Von Beiz zu Beiz unterwegs sind ferner die Schnitzelbängge. Anzutreffen sind ferner auch marodierende Waggis, in der Regel mit einem grossen Sack Räppli (Konfetti) ausgerüstet.



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